Einsätze und Einsatzberichte:
Links in der Navigation findet ihr die kompletten Jahrestabellen der Einsätze von den letzten beiden Jahren.
Hier ein paar Auszüge spektakulärer Einsätze der letzten Jahre in Wort und Bild:
Bootsunfall: Schrecken für Ausflügler-Familie
Vater bringt Söhne auf Mauer im Fluss. Feuerwehr und Wasserrettung befreien sie aus ihrer misslichen Situation.
Cham. Unsanft am Wehr nahe Biertor endete am Montag gegen 17 Uhr die Bootstour einer Regensburger Familie–Vater, Mutter, Sohn und Tochter (8 und 10). Nach dem Auftakt am Höllensteinsee verlief die Flussfahrt einwandfrei, ehe diese am Regen in Cham in ein abruptes Finale mündete. Die Mama mit einem Kind an Bord blieb mit ihrem Schlauchboot schon vor dem Wehr hängen, dort, wo sich das Wasser bricht. Wenige Meter flussabwärts –am Wehr– ereilte gleiches den vorauspaddelnden Vater mit dem zweiten Kind. Der Vater handelte beherzt. Er stieg aus seinem Boot und durch den Fluss zurück zur Frau, um den Jungen huckepack zur nahen Steinmauer zu bringen, die den Regen teilt. Gleiches gelang ihm mit seiner Tochter. Dann schob er das Boot seiner Frau an, damit diese ans Ufer rudern konnte. Er selbst manövrierte sich zu den Kindern auf der Mauer. Wasserrettungskräfte der Wasserwacht und
DLRG, sowie die Feuerwehr machten sich gemeinsam und eiligst dafür stark, den Vater und seine Kinder aus ihrer misslichen Wasser-Mauer-Lage zu befreien –mit Erfolg. Gottlob, berichtet die Polizei Cham, hat die Familie dieses „Abenteuer“ glimpflich überstanden. Lediglich die beiden Kinder haben sich bei dieser Aktion leicht unterkühlt.
- by Rupert Schlecht, Fotos: WW Cham
Rätselhafter Ölteppich
100 Feuerwehrleute kämpften auf dem Fluss gegen die Verschmutzung. Die Ursache ist noch unklar.
BAD KÖTZTING/Viechtach. Für einen nächtlichen Großeinsatz am Schwarzen Regen sorgte eine bisher unbekannte „Ölquelle“, die über Stunden Feuerwehren, Wasserwacht, DLRG und Mitarbeiter der Abteilung Wasserwirtschaft bei den Landratsämteren Regen und Cham auf Trab hielt.
Nachdem zunächst in der Nähe des Bootseinstiegs am Höllensteinsee von der Feuerwehr Viechtach eine Ölsperre gelegt worden war, brachte die Feuerwehr Teisnach später bei der Rugenmühle eine weitere Ölsperre zu Wasser und im Blaibacher See legten gegen 22 Uhr die Feuerwehren Bad Kötzting, Blaibach, Miltach und Chamerau eine dritte Öl-Saugsperre.
Was sich zunächst nur als kleiner Ölfilm gezeigt hatte, entwickelte sich binnen kurzer Zeit zu einem fünf bis sechs Meter breiten Ölteppich, zu dessen Bekämpfung rund 80 Feuerwehrleute im Einsatz waren, schätzt Thomas Penzkofer, Kommandant der Viechtacher Feuerwehr.
Kreisbrandinspektor Michael Stahl war am Montag von 22 bis 0.30 Uhr am Blaibacher See dabei, als vier Feuerwehren sicherheitshalber eine über 200 Meter lange Ölsperre mithilfe der DLRG zu Wasser brachten und an beiden Ufern verankerten. Bis zum Dienstagnachmittag konnte nicht mit Sicherheit ermittelt werden, woher und wie viel Öl im Bereich Viechtach in den Schwarzen Regen gelangt war. Wasserproben wurden entnommen, um das Öl zu analysieren, mit einem Ergebnis rechnen die Verantwortlichen aber erst nach Ostern.
Mehr als 100 Feuerwehrleute waren zur Bekämpfung des Ölteppichs im Schwarzen Regen im Einsatz, daneben noch Mitarbeiter der BRK-Wasserwacht und der DLRG mit Booten sowie Behördenvertreter von den Landratsämtern Regen und Cham. Auch vom Wasser aus versuchten Polizei und Wasserwacht die Stelle zu finden, wo das Öl in den Fluss kam. Das Einbringen der Ölsperren mit einer Länge von bis zu 300 Metern bedeutete Schwerstarbeit für die eingesetzten Feuerwehrleute.
Die Ermittlung des Verursachers wäre auch den Feuerwehren ein Anliegen. „Wenigstens könnten wir ihm dann unsere Arbeit in Rechnung stellen“, sagt Kreisbrandinspektor Michael Stahl zu dem schwierigen nächtlichen Einsatz am Schwarzen Regen.
- by Alois Dachs
Personensuche in Chamerau
Am Morgen des 12. Januar wurde KBI Michael Stahl von der PI Bad Kötzting verständigt, dass seit dem späten Nachmittag des Vortages eine männliche Person aus dem Alten- und Pflegeheim Chamerau vermisst wird. KBI Stahl veranlasste daraufhin die Alarmierung der Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung (UG-ÖEL), welche die weitere Einsatzkoordination vornehmen sollte. Die Heimleitung hatte der Polizei mitgeteilt, dass ein 56jähriger Heimbewohner am Nachmittag des 11. Januar das Heim verließ und nicht mehr zurückkehrte. Nach Hinweisen aus der Bevölkerung wurde der Vermisste von mehreren Personen gesehen, als er am späten Nachmittag auf der Bundesstraße B 85 in Richtung Miltach ging. Vor Ort veranlasste die Polizei zusammen mit KBI Stahl die Alarmierung des BRK, speziell der Wasserwacht aus Cham, Bad Kötzting, Roding und Waldmünchen und der DLRG aus Blaibach, Rötz und Furth im Wald, der Rettungshundestaffel Bayerwald und der Feuerwehren Chamerau, Staning, Bärndorf, Miltach, Oberndorf, Eisamannsberg, Lederdorn und Haderstadl.

Einsatzkräfte der DLRG bei der Vermisstensuche
Die Einheiten dar Wasserrettung übernahmen zusammen mit einigen Suchhunden die Suche auf dem Regen von Miltach bis zum Satzdorfer See, während die Feuerwehren die Feld- und Wiesenflächen entlang der B 85 und des Regens absuchten. Die Hundeführer durchkämmten unterdessen die an der Bundesstraße angrenzenden Waldflächen. Die Feuerwehren aus Chamerau und Oberndorf übernahmen dabei die Verkehrsabsicherung auf der starkbefahrenen Bundesstraße. Auch der Polizeihubschrauber "Edelweiß 6" mit Wärmebildkamera überflog das Einsatzgebiet mehrmals.
Am Nachmittag wurde die Suche in Richtung Urleiten ausgeweitet, wobei die Suchhunde die vorhandene Spur verloren, was darauf hindeutete, dass die gesuchte Person vermutlich in ein Fahrzeug eingestiegen sein musste. Gegen 15 Uhr wurde daraufhin die Suchaktion durch die Polizei und KBI Stahl abgebrochen. Wie die Polizeiinspektion Bad Kötzting später mitteilte, hat sich diese Annahme bestätigt, da der Vermisste noch am späten Nachmittag in der Stadt Regen entdeckt wurde.
Katastropheneinsatz der DLRG Blaibach
- Schneeschaufeleinsatz in Grafenau -
Bis an die Grenzen der Belastbarkeit gingen die Mitglieder der Blaibacher DLRG, die am Wochenende vom 11.-12. Februar in die niederbayrischen Katastrophengebiete geholt wurden. Die Mitglieder der Schnelleinsatzgruppe wurden am Samstag gegen 11.30 Uhr alarmiert und rückten mit ihrem Einsatzfahrzeug kurze Zeit darauf in Richtung Freyung-Grafenau ab.

In Hengersberg war der Bereitstellungsraum für die Schnelleinsatzgruppen des Wasserrettungszuges I der oberpfälzer DLRG. Beim Autohof in Hengersberg wurde durch den Zugführer Klaus Dimpfl aus dem Ortsverband Furth im Wald die erste Lagebesprechung mit den angerückten SEG’s durchgeführt. So wurden die insgesamt 33 angerückten Wasserretter aus den Ortsverbänden Blaibach, Furth im Wald, Regensburg und Stiftland vom verantwortlichen Zugführer Dimpfl in die Ausgangslage eingewiesen. Nach dem der erste Auftrag telefonisch vom örtlichen Einsatzleiter erteilt war, machte sich der Wasserrettungszug auf den Weg nach Grafenau zu einem Fabrikgebäude, welches von den Schneelasten zu befreien war. In Grafenau angekommen, verschaffte sich unser Zugführer in Verbindung mit dem Firmeneigentümer einen ersten Überblick über die Gegebenheiten auf diesem Dach: besondere Gefahrenquellen, Sicherungsmöglichkeiten, Schneehöhen, Absturzhöhe, .....

Nach kurzer Einweisung und nochmaliger Sicherheitsbelehrung machten sich die Einsatzkräfte auf, die Schneemassen mittels Schaufeln und einer geliehenen Schneefräse vom Dach zu räumen. Die durchschnittliche Schneehöhe auf dem Fabrikdach betrug ca. 110cm, im Bereich von Verwehungen auch schon mal 180cm.
Besonders gesichert wurden hierbei die Kameraden, welche in unmittelbarer Absturzgefahr an den Dachkanten arbeiteten. Nach etwa 4 ½ Stunden konnte unser Zugführer an die Einsatzleitung den erfolgreichen Abschluß des ersten Einsatzauftrages melden. Die 33 eingesetzten Kräfte befreiten ca. 650m² Dachfläche von der weißen Last.
Dankbar nahmen wir die vom Bayer. Roten Kreuz bereitgestellte Verpflegung in Empfang und konnten nach einer kurzen Nachbesprechung dieses ersten Auftrages auch den Dank des Firmeninhabers entgegen nehmen. Gegen 21.30 Uhr rückten wir zur nächsten Einsatzstelle, der Fa. AMF-Knauf, auch in Grafenau gelegen, ab. Hier galt es, die Verladehalle mit einer Dachfläche von etwa 1400m² vom Schnee zu befreien. Nach einer kurzen Einweisung unseres Zugführers durch den Betriebsleiter der Firma, machten wir uns an die Arbeit und errichteten zunächst die mitgeführte Beleuchtung auf dem Dach. Die Schneehöhe betrug auf diesem Dach etwa 100- 150cm. Als Unterstützung kam kurz vor Mitternacht der Wasserrettungszug aus dem DLRG-Bezirk
Alpenland mit einer Stärke von etwa 30 Mann. Die Alpenländer wurden allerdings gegen 01.00 Uhr vom WRZ aus Oberbayern abgelöst, der ebenfalls in Niederbayern im Einsatz war. Die Kameraden aus Oberbayern rückten dann so gegen 02.30 Uhr ab, so daß wir das Dach der Verladehalle wieder alleine für uns hatten. Besonders der Umstand, daß die Dachfläche nach einer Giebelseite hin mit einer Attika / Vorbau versehen war, über die wir die Schneemassen nicht in die Tiefe verfrachten konnten, machte sich kräftemäßig bemerkbar. Wir mußten den Schnee im ungünstigsten Fall über eine Länge von fast 70m über das Dach bewegen, um dann Schritt für Schritt die weiße Pracht über die Dachkante zu befördern.
Die große Dachfläche und auch die fortgeschrittene Zeit machten uns zu schaffen. Dennoch konnten wir gegen 05.00 Uhr an die Einsatzleitung im Landratsamt Freyung melden: “Auftrag ausgeführt”. Nach kurzer Pause und einer weiteren kleinen Brotzeit machten wir uns müde und erschöpft auf den Rückmarsch. Beendet war dieser, für uns erste Einsatz bei einer solchen Katastrophe mit dem Einrücken des Einsatzfahrzeuges in der Garage gegen 06.30 Uhr. Nachdem am darauffolgenden Tag auch noch die Gerätschaften gereinigt und einsatzbereit waren, konnten wir uns bei der Rettungsleitstelle wieder “Einsatzklar” melden.
Kanu kentert: Mann(40) ertrinkt im Regen
Unglück im kalten Wasser / Tochter(10) und Bekannter retten sich ans Ufer
Blaibach. Bei einem Bootsunfall auf dem Regen in Blaibach - Kreuzbach ist am 23.04.2006 gegen 11:20 Uhr ein Mann(40) aus dem Raum Erlangen ertrunken. Seine Tochter(10) und ein Bekannter, die mit ihm im gekenterten Boot(Dreierkanadier) gesessen waren, überlebten das Unglück. Weitere Personen kamen mit Unterkühlungen und Schock ins Kreiskrankenhaus Bad Kötzting. Nach Angaben der Polizei Bad Kötzting war am Bootseinstieg Blaibacher See am Sonntag dem 23.04. eine mehrköpfige Gruppe(Erwachsene, Kinder) zu einer privaten Bootspartie auf dem Regen gestartet. Anlass war wohl ein gemeinsamer Ausflug im Vorfeld der Konfirmation der Kinder im Mai. Auf dem Flussabschnitt "Am Anger" in Blaibach - Kreuzbach geriet die Fahrt außer Kontrolle. Eines der drei Boote(ein Dreierkanadier, besetzt mit zwei Männern und einem zehnjährigen Mädchen) geriet an einem Brückenpfeiler im Wassersog in Schieflage. Das Boot kenterte. Das Trio im Boot - ein Vater(40), dessen Tochter und ein Bekannter - fiel ins kalte Wasser, das zu dieser Jahreszeit reißend ist. Nun, teilte die Polizei mit, begann der Kampf ums Überleben. Der Bekannte schaffte es gerade noch rechtzeitig, das zehnjährige Mädchen "unter erheblichen Schwierigkeiten" ans rettende Ufer zu ziehen. Währenddessen versuchte der 40-jährige Vater der Zehnjährigen in den kalten Fluten ans linke Ufer zu schwimmen. Seine Kräfte erlahmten zu rasch. Nach ersten Erkenntnissen ertrank der Mann.
Wiederbelebung vergebens... Die Leute im "vorderen Boot" hatten indes angelegt und waren zurück gelaufen. Die Wiederbelebung des 40-jährigen, an der maßgeblich auch ein beherzter Bürger, der sich zur Unglückszeit am Regen aufgehalten hatte, beteiligt gewesen war, war vergebens. Laut den Erkenntnissen der Polizei Bad Kötzting hatten die beiden Erwachsenen im Boot, im Gegensatz zum Kind, keine Schwimmweste an; die Boote zum Ausflug hatte die Gruppe privat mitgebracht. Um den Verunglückten beizustehen, waren die Wasserretter der DLRG Blaibach, das BRK unter Leitung von Michael Daiminger, dem BRK-Rettungsdienstleiter im Landkreis Cham, und die Mannschaft des Rettungstransporthubschraubers "Christoph 15" aus Straubing an die Unglücksstelle geeilt. Zunächst sagten Daiminger und DLRG-Einsatzleiter Siegfried Trenner, führte die erste Alarmierung, abgesetzt von einer unbekannten Person, in die Irre. Es hieß, am Blaibacher See sei eine Person gekentert, sagte Trenner. An der Unglücksstelle selbst waren bereits beherzte Ersthelfer im Einsatz. DLRG und BRK eilten dann hinzu, versorgten die geschockte, unterkühlten Personen(7). Daiminger sagte, dass sie zur Behandlung ins Krankenhaus Bad Kötzting eingeliefert wurden. Die Blaibacher DLRG hatte einen Teilnehmer der Bootspartie am Regen bei Miltach aufgegriffen. Trenner brachte in Erfahrung, dieser hatte wohl vor, ein gekenntertes Boot einzuholen. Eines der Boote - unbesetzt - zog die DLRG bei Urleiten nahe Chamerau aus dem Fluss. Dieses Boot wurde wie die anderen Boote ins DLRG-Heim Blaibach gebracht.
"Psychischer Ausnahmezustand"... Für Michael Daiminger und das BRK hatte sich zu Beginn des Einsatzes die Frage gestellt, wo genau das Unglück geschehen war. Er lobte den vorbildlichen Einsatz der Ersthelfer. Zu den Verletzten, die sich "natürlich auch in einem psychischen Ausnahmezustand" befänden, wurde die Notfallseelsorge gerufen. Die Polizei Bad Kötzting ermittelt auf Fremdverschulden.
Mit dem Rettungsboot "Susi" (Pelikan Blaibach 99/2) suchte man den Regen nach der verunglückten Person und den Kanus ab.
Selbst die Mannschaft des RTH "Christoph 15" aus Straubing konnte dem Familienvater nicht mehr helfen.
Folgende Fahrzeuge der DLRG waren im Einsatz:
- LT Einsatzbus (Pelikan Blaibach 91/1)
- Sprinter Mannschaftstransporter (Pelikan Blaibach 14/1)
- Rettungsboot "Susi" (Pelikan Blaibach 99/2)
- Transportanhänger
DLRG OV Blaibach e.V.